Autor José Luis Sampedro ist tot

Der frühere Wirtschaftsprofessor und Literat der Protestbewegung der «Empörten» starb am Montag im Alter von 96 Jahren.

Schrifsteller, Wirtschaftsprofessor, Aktivist: Der verstorbene José Luis Sampedro. (Aufnahme vom 28. November 2011)

Schrifsteller, Wirtschaftsprofessor, Aktivist: Der verstorbene José Luis Sampedro. (Aufnahme vom 28. November 2011) Bild: Jorge Zapata/Keystone

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Der Humanist José Luis Sampedro war das spanische Pendant des Ende Februar verstorbenen Franzosen Stéphane Hessel, der das Manifest «Empört Euch» geschrieben hatte. Sampedro verfasste das Vorwort zur spanischen Ausgabe.

Hauptberuflich widmete sich Sampedro der Wirtschaft. Er wurde Professor für Wirtschaftsstruktur in Madrid und zählte spätere Minister wie Carlos Solchaga, Miguel Boyer, Pedro Solbes oder Elena Salgado zu seinen Schülern. Ende der 1970er-Jahre war er Senator im ersten demokratisch gewählten Parlament Spaniens.

Derweil schrieb er Theaterstücke und andere literarische Werke. Die sozialen Aspekte interessierten ihn mehr als die nüchternen Zahlen der Ökonomie. Seinen Durchbruch als Schriftsteller erzielte er mit den Romanen «La sonrisa etrusca» (1985, Das etruskische Lächeln) und «La vieja sirena» (1990, Der Gesang der Sirene), die auch ins Deutsche übersetzt wurden. (lmm/sda)

Erstellt: 09.04.2013, 16:23 Uhr

Sampedro, José Luis, «Das etruskische Lächeln», Goldmann, 347 Seiten, ISBN 978-3-442-45621-5, CHF 14.90.

Das etruskische Lächeln

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