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«Kaum konnte ich sitzen, habe ich gezeichnet»

Am Comicfestival Fumetto überraschte die 15-jährige Govinda Schmidt mit einer blutigen Geschichte über eine chinesische iPhone-Fabrik. Tagesanzeiger.ch/Newsnet sprach mit ihr über ihre Inspiration und Zukunftspläne.

«Gross planen muss man beim Comic nicht»: Govinda Schmidt über ihre Arbeitsweise.
Video: Jan Derrer

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Das Comiczeichnen raubt Govinda Schmidt manchmal den Schlaf. «Am Wochenende kann es schon passieren, dass eine Nacht vorbeigeht.» Seit sie sich erinnern kann, gehört das Zeichnen zu ihrem Leben. «Kaum konnte ich sitzen, drückte mir meine Mutter einen Stift in die Hand.» Das Comic-Handwerk hat sie sich selber beigebracht. «Ich informierte mich im Internet und in der Bibliothek.»

Beim Googeln nach Comicwettbewerben stiess die Sekschülerin aus Flurlingen ZH auf das Comicfestival Fumetto. In der Kategorie 13–17 Jahre gewann sie den zweiten Preis. Zurzeit arbeitet sie am Storyboard für ihren ersten Comicband. Wenn sie damit fertig ist, will sie sich einen Verlag suchen. Im Videointerview verrät sie ihr Rezept: Nicht zu lange überlegen, der Kreativität freien Lauf lassen. Und gelassen meint sie: «Es kommt, wie es kommt.»

Blutige iPhone-Geschichte

Der Wettbewerbscomic behandelt das Thema Gerechtigkeit. Schmidt erzählt eine blutige Geschichte, die in einer chinesischen Filiale der Firma Foxconn angesiedelt ist. Dort werden für Apple iPhones produziert. Auf vier Seiten klagt sie die Arbeitsbedingungen an und überrascht mit einem ungewöhnlichen Ende.

Govinda Schmidt kommt aus Ungarn und lebt seit bald sechs Jahren in der Schweiz. «Den Beruf Comiczeichner gibts leider nicht», bedauert sie. Deshalb möchte sie Graphikerin werden. «Zurzeit bereite ich mich auf den Vorkurs der Berufschule für Gestaltung vor.»

Erstellt: 20.03.2013, 12:14 Uhr

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Das Comicfestival Fumetto findet noch bis zum 24. März in Luzern statt.

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