Loriot ist tot

Vicco von Bülow alias Loriot ist im Alter von 87 Jahren an Altersschwäche gestorben.

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Deutschlands berühmtester Humorist, Loriot, ist tot. Der Künstler, der mit bürgerlichem Namen Vicco von Bülow hiess, starb am Montagabend in Ammerland am Starnberger See (D) im Alter von 87 Jahren. Dies teilte der Zürcher Diogenes Verlag am Dienstag mit.

Seine Sketche sind legendär – etwa die Nudel im Gesicht beim verpatzten Rendezvous, der missglückte Auftritt des Lottogewinners Erwin Lindemann oder die Cartoons «Herren im Bad» und «Das Frühstücksei». Auch seine beiden Kinofilme «Ödipussi» (1988) und «Pappa ante portas» (1991) begeisterten Millionen Menschen.

Loriot wurde zunächst mit Zeitschriften-Cartoons und Knollennasenmännchen bekannt. Später kamen die Fernseh-Sketche, etwa in der ARD-Serie «Loriot I–VI» (Erstausstrahlung 1976–1979), hinzu. In Sketchen wie jenen über die Familie Hoppenstedt trat Loriot meist selbst als wandlungsfähiger Schauspieler hervor, oft mit seiner 2007 verstorbenen Kollegin Evelyn Hamann.

«Deutschlands komischste Figur»

Geboren wurde Loriot unter dem bürgerlichen Namen Bernhard Victor Christoph-Carl von Bülow am 12. November 1923 im deutschen Brandenburg an der Havel. Manche nannten ihn auch den «Karl Valentin des Cartoons und der Fernsehunterhaltung» oder «Deutschlands komischste Figur».

Auf jeden Fall war Loriot, der sich nach dem französischen Wort für das Wappentier seiner Familie benannte (loriot = Pirol), einer der populärsten Deutschen. In Umfragen nach der Beliebtheit kam er regelmässig auf einen der vordersten Plätze. Im Jahr 2007 landete er bei der ZDF-Sendung «Unsere Besten – Komiker & Co» auf Platz eins. (net)

Erstellt: 23.08.2011, 12:13 Uhr

Mit 87 Jahren gestorben: Loriot ist tot. (Video: Reuters )

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