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An der Front der Ehe

Sofi Oksanen ist der Star der finnischen Literatur und längst auch international ein Begriff. Ihr neuer Roman setzt zwei Paare der baltischen Kriegsgeschichte aus – und ist spannend wie ein Thriller.

Ihre Figuren scheitern nicht am Krieg, sondern an sich selbst: Sofi Oksanen. Foto: Gunter Glücklich (laif)
Ihre Figuren scheitern nicht am Krieg, sondern an sich selbst: Sofi Oksanen. Foto: Gunter Glücklich (laif)

Ruhig und dunkel ist ihre Stimme. Sofi Oksanen erzählte an der Eröffnungsnacht des New Yorker PEN-Festivals Ende April von ihren Kindheitserinnerungen ans sowjetische Estland, wo die Verwandten ihrer Mutter lebten. Und kommentierte die Lage der Welt. Die Autorin bremste ihren intellektuellen Furor nicht, aber sie blieb bedacht, wie stets bei Medienauftritten. Ruhig wie der Wald, die heimliche Hauptfigur ihres jüngsten Romans «Als die Tauben verschwanden»; der Wald, der in diesem Roman schnauft «wie ein im Sommer ­erwachter Igel».

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