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Anmerkungen zu einem grossen Hasser

Der US-Schriftsteller Jonathan Franzen misst sich an dem Österreicher Karl Kraus, einem literarischen Hausgott seiner frühen Jahre.

Jonathan Franzen (links) nähert sich Kraus auf mäandernden Wegen. Karl Kraus (rechts) rächte die Sprache bis ins siebte Satzglied. Fotos: David Shankbone / PD
Jonathan Franzen (links) nähert sich Kraus auf mäandernden Wegen. Karl Kraus (rechts) rächte die Sprache bis ins siebte Satzglied. Fotos: David Shankbone / PD

Wer heute über den Wiener Publizisten Karl Kraus (1874–1936), dessen Ruf eher legendär ist als praktisch wirksam, ein Buch schreibt, lebt nicht mehr so gefährlich wie zu Kraus’ besten Lebzeiten. Er kann aber immer noch froh sein, dass ihm der Kraus dabei nicht auf die Finger schaut. Seinerzeit konnten zwei, drei Sätze, sogar gut gemeinte, die Kraus in den falschen Hals bekam, genügen, damit er jemandem literarisch das Genick brach. Er rächte die Sprache bis ins sieb-te Satzglied.

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