Zum Hauptinhalt springen

Aus den Trümmern der Tatsachen

In seinem Roman «Kastelau» erfindet Charles Lewinsky vor der Kulisse des untergehenden Hitler-Reichs eine Filmcrew, einen schwulen Widerstandskämpfer und einen irren Naziarzt.

Verpackt seine neue Geschichte als Dokufiktion: Charles Lewinsky. Foto: Sophie Stieger
Verpackt seine neue Geschichte als Dokufiktion: Charles Lewinsky. Foto: Sophie Stieger

Die Verstrickung von Künstlern ins NS-Regime beschäftigt Historiker. Aber auch Schriftsteller: So hat Klaus Mann in seinem Roman «Mephisto» schon Gustaf Gründgens, Schauspieler, Regisseur und Staatsrat von Hermann Görings Gnaden, als «Affen der Macht» und «Clown zur Zerstreuung der Mörder» porträtiert. Nun erscheint ein neuer Roman über ­Nazischauspieler – geschrieben von Charles Lewinsky, einem Autor, der auch kluge Kommentare zum politischen Zeitgeschehen schreibt und Bücher mit interessanten Geschichten über interessante Figuren vorlegt. So auch in «Kastelau», mit dem es der 68-Jährige erstmals auf die Longlist des Deutschen Buchpreises geschafft hat.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.