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Charlotte Roche über Frauen, Fett und Cellulite

Die Skandalautorin war am Donnerstag auf der Frankfurter Buchmesse sehr gefragt: Gleich mehrere Termine musste sie bewältigen.

Frauen applaudierten ihr begeistert: Die Bestsellerautorin Charlotte Roche.
Frauen applaudierten ihr begeistert: Die Bestsellerautorin Charlotte Roche.
Keystone

Die «Skandalautorin» wünscht sich für Frauen ein besseres Körpergefühl. «Die gefälschten Bilder der Drecksmagazine hauen doch vollkommen rein. Da denken die doch, matte Haare und schlechte Haut sind irgendwie nicht richtig.»

Diese Bilder seien furchtbar. «Wir sollten unseren Töchtern sagen ‹Du bist schön so wie du bist. Du bist perfekt so›», sagte Roche am Donnerstag auf dem «Blauen Sofa» der Frankfurter Buchmesse. Vom Publikum - überwiegend Frauen - wurde dies begeistert mit Applaus quittiert.

Die Autorin des Bestsellers «Schossgebete», war in schwarzen High Heels, Blazer und einer Art Reitergürtel erschienen («der hält mich etwas im Zaum»), tänzelte zur Messemusik und war in jeder Hinsicht zu Spässchen aufgelegt.

Über ihr neues - drittes Buch - verriet die 33-Jährige sie: «Es geht um Frauen, Fett, Cellulite und dieses ganze schreckliche Zeugs» - Seiten, die ihr «strenger» Lektor aus ihrem jetzigen Buch rausgestrichen hatte, seien die Basis dafür.

«Extrem gegen Banken»

Natürlich ging es auch um Sex und ihr aktuelles Buch, das bereits wie der Vorgänger «Feuchtgebiete» für Verkaufsrekorde sorgt. Darin geht es um eine Frau, die ihrem Mann zuliebe mit ihm gemeinsam ins Bordell geht.

«Sie will ihren Mann halten und weiss nicht, wie man das macht», erläutert Roche. «Ich bin ziemlich besorgt, was das Thema angeht.» Das heisse aber nicht, dass sie es besser wisse. «Ich bin nicht die neue Erika Berger.»

Sie sei «extrem gegen Banken», sagte die ehemalige MTV- Moderatorin, danach befragt, ob sie denn nun reich sei. Das müsse besonders in Frankfurt doch mal gesagt werden.

Als der Scheck vom Verlag kam, habe sie ungläubig den Auszug abfotografiert. «Ich hatte Angst, dass es am nächsten Tag wieder weg sein könnte.» Sie selbst investiere in «Betongold», also Immobilien und bei der EthikBank. «Da lauf ich dann rum und habe ein gutes Gefühl damit.»

SDA/net

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