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«Dann hat diese Demokratie ein Problem»

Historiker Paul Nolte hat sich in einem Buch der grossen Fragen der Demokratie angenommen. Im Interview spricht er über die Mängel der EU, optimistische Polen – und die sehr tiefe Zürcher Stimmbeteiligung.

33 Prozent der Wahlberechtigten stimmten ab: Plakate, aufgestellt vor den Zürcher Kantons- und Regierungsratswahlen (18. März 2015).
33 Prozent der Wahlberechtigten stimmten ab: Plakate, aufgestellt vor den Zürcher Kantons- und Regierungsratswahlen (18. März 2015).
Keystone
«Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind»: So lautet eines der vielen Bonmots des britischen Premiers Winston Churchill. (14. Juli 1946)
«Demokratie ist die schlechteste aller Regierungsformen – abgesehen von all den anderen Formen, die von Zeit zu Zeit ausprobiert worden sind»: So lautet eines der vielen Bonmots des britischen Premiers Winston Churchill. (14. Juli 1946)
Keystone
Gibt es Dinge, die wir von China lernen können? Versammlung des Parlaments in Peking. (10. März 2014)
Gibt es Dinge, die wir von China lernen können? Versammlung des Parlaments in Peking. (10. März 2014)
Keystone
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An der letzten Zürcher Wahl beteiligten sich gut 30 Prozent der Stimmbürger. Muss man sich sorgen? Wahlbeteiligungen können je nach Politikkultur variieren. Die Bundestagswahlen erreichten in den 1970ern in einer stark politisierten deutschen Gesellschaft eine Beteiligung von über 90 Prozent. In den USA gibt es neben Urnengängen viele weitere Partizipationsmöglichkeiten; da erscheint eine tiefere Wahlbeteiligung akzeptabel. Aber wenn die Mehrheit aller Stimmbürger einer Wahl fernbleibt, dann gibt es grossen Anlass zur Sorge. Dann hat die betroffene Demokratie definitiv ein Legitimationsproblem.

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