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Das grosse Fesseln

Der Pornoroman «Shades of Grey» ist Viagra für den Buchhandel und legt diesen Sommer auch alle Feuilletons flach. Bereits gibt es Persiflagen und Pläne für eine Verfilmung.

Simone Meier
Ein bisschen Bondage scheint die Sehnsucht frustrierter Frauen literarisch zu bedienen.
Ein bisschen Bondage scheint die Sehnsucht frustrierter Frauen literarisch zu bedienen.
AFP

Sollten Sie noch nicht wissen, wie sich der wahre Orgasmus einer Frau anfühlt, hier kommts: «Völlige Auflösung wie im Schleudergang der Waschmaschine»! Und sollten Sie das wahre Beauty-Problem einer Frau noch nicht kennen, voilà: «Postkoitale Haare stehen mir einfach nicht.» Und wie lautet wohl die vollkommen schiefe Selbstbeschreibung der jungen Frau mit dem Haarproblem, die wir als blasseste Blume unter der Sonne Amerikas wahrnehmen: «Ich bin immer irgendwie schräg gewesen.» Zwei fürchterliche Seelchen wohnen zudem in der Brust von Anastasia Steele, bald 22: nämlich ihre «innere Göttin», ein quasi dauergeiles Ding, das ständig «einen Salsa aufs Parkett legt», und ein quengeliges «Unterbewusstsein», das andauernd «sein Gesicht zu einer Munch-Fratze» verzieht.

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