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Das Kuckuckskind

Die britische Autorin Jenny Diski?spricht angesichts des eigenen Todes erstmals über ihre Ersatzmutter Doris Lessing.

Das Wissen, dass es jetzt nichts mehr zu sorgen, tun und bedenken gab schreckte sie nicht: Die britische Autorin Jenny Diski (Archivbild). Foto: flickr/PD
Das Wissen, dass es jetzt nichts mehr zu sorgen, tun und bedenken gab schreckte sie nicht: Die britische Autorin Jenny Diski (Archivbild). Foto: flickr/PD

Bloss kein «fucking cancer diary», schwor sich die britische Autorin Jenny Diski, als sie von ihrer unheilbaren Krankheit erfuhr. Schon als Kind hatte sie mit schmerzhafter Klarheit empfunden, dass sie jeden Augenblick tot umfallen könnte. Das Wissen, dass es jetzt nichts mehr zu sorgen, tun und bedenken gab, schreckte die 67-Jährige nicht, die in ihren Romanen, Kolumnen und Essays immer wieder die Kunst des stoischen, neugierigen Ausharrens, das Glück des einsamen Stillhaltens, Verschwindens oder, besser noch, Nicht­geborenwerdens beschworen hatte.

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