Zum Hauptinhalt springen

Das rote Haus der roten Lisa

«Die Schwarzen Brüder», das berühmteste Werk der Märchenerzählerin und Kinderbuchautorin Lisa Tetzner, ist auch von ihrem Schweizer Exil geprägt.

«Die einen leben oben, liegen faul in der Sonne und essen gut», sagt der kluge Hase in «Hans Urian geht nach Brot», Lisa Tetzners erstem Kinderbuch, welches 1929 erschien. «Die andern leben dicht darunter im Dunkeln, arbeiten schwer und leben schlechter. Das solltet ihr ändern.»

Meret Oppenheim hatte in Carona, einem hübschen Künstlerdorf hoch über Lugano, eine geschmackvoll eingerichtete Sommerresidenz, Lisa Tetzner seit 1925 immerhin eine (durch ihren Freund Hermann Hesse vermittelte) bescheidene Wohnung für die Sommerferien. Gut leben liess es sich auch unten im Dorf, und 1933 erwies sich das Häuschen im Tessin für Tetzner und ihren Mann, den kommunistischen Arbeiterschriftsteller Kurt Kläber, als ausgesprochener Glücksfall: Anders als die meisten ihrer vor den Nazis aus Deutschland geflohenen Genossen hatten sie einen Fluchtpunkt im Schweizer Exil.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.