Zum Hauptinhalt springen

«De Sade ist ein Langweiler dagegen»

Werner Fuld hat eine Geschichte der erotischen Literatur geschrieben. Er sagt, warum Pornografie früher häufig feministisch war – und nennt einen Roman, der ihn geschockt hat.

Belebte die Tradition des erotisch-feministischen Romans wieder: Erica Jong. (25. April 1976)
Belebte die Tradition des erotisch-feministischen Romans wieder: Erica Jong. (25. April 1976)
Getty Images, Keystone
1 / 1

«Fifty Shades of Grey» kommt bald in die Kinos, das Buch war der grosse Bestseller der letzten Jahre. Weshalb, weiss aber immer noch niemand. Sie vielleicht? Das war simple Mund-zu-Mund-Propaganda, von einer lesenden Hausfrau zur nächsten. Der Roman spiegelt die weibliche Wunschvorstellung einer heilen Welt, die im Erotischen allein Irritationen birgt. Wenn die Frau den sexuellen Wünschen des Mannes entspricht, bekommt sie dafür ein materiell reiches Leben geschenkt: mit Eigenheim, luxuriösen Gegenständen und bestens versorgten Kindern.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.