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«Der am meisten bewunderte Mitbürger ist von uns gegangen»

In Kolumbien ist nach dem Tod von Gabriel García Márquez eine dreitägige Staatstrauer angeordnet worden. Noch ist nicht bekannt, ob García Márquez in seinen Heimatland beigesetzt wird.

Ordnete Staatstrauer an: Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos während seiner TV-Ansprache zum Tod von Gabriel García Márquez. (17. April 2014)
Ordnete Staatstrauer an: Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos während seiner TV-Ansprache zum Tod von Gabriel García Márquez. (17. April 2014)
Keystone
Trauer in Mexiko-Stadt: Menschen haben sich vor dem Haus des verstorbenen Schriftstellers versammelt. (17. April 2014)
Trauer in Mexiko-Stadt: Menschen haben sich vor dem Haus des verstorbenen Schriftstellers versammelt. (17. April 2014)
Reuters
García Márquez auf der Titelseite der Zeitung «El Pais».
García Márquez auf der Titelseite der Zeitung «El Pais».
AFP
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Nach dem Tod des kolumbianischen Literaturnobelpreisträgers Gabriel García Márquez hat Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos eine dreitägige Staatstrauer angeordnet. An allen öffentlichen Gebäuden sollten die Flaggen auf Halbmast gesetzt werden, sagte Santos in einer kurzen Fernsehansprache.

Ganz Kolumbien sei in Trauer, weil «der am meisten bewunderte und geliebte Mitbürger aller Zeiten von uns gegangen ist», sagte Santos.

Trauerfeier am Montag

Mexiko, wo der Autor seit Jahrzehnten lebte, gedenkt García Márquez mit einer nationalen Trauerfeier. Die Ehrung finde am kommenden Montag im Palast der Schönen Künste in Mexiko-Stadt statt, kündigte der Präsident der staatlichen Kulturbehörde Conaculta, Rafael Tovar y de Teresa, an.

Bürgermeister Miguel Ángel Mancera hatte den Tod des kolumbianischen Autors zuvor als grossen Verlust für Mexiko und die Welt bezeichnet. Staatspräsident Enrique Peña Nieto schrieb auf Twitter: «Er wurde in Kolumbien geboren, aber für Jahrzehnte hat er Mexiko zu seiner Heimat gemacht. Er hat unser Leben bereichert.»

García Márquez war am Donnerstag im Alter von 87 Jahren in seinem Haus in Mexiko-Stadt gestorben. Der Autor von Werken wie «Hundert Jahre Einsamkeit» und «Die Liebe in den Zeiten der Cholera» gilt als meistgelesener Schriftsteller Lateinamerikas. In den vergangenen Jahren hatte sich der Pionier des Magischen Realismus, bei dem 1999 Lymphdrüsenkrebs diagnostiziert worden war, aus gesundheitlichen Gründen aus der Öffentlichkeit zurückgezogen.

Beerdigung in Kolumbien gefordert

Eine Schwester von García Márquez, Aida García Márquez, sprach sich derweil dafür aus, den Schriftsteller in seiner kolumbianischen Heimat beizusetzen. «Gabito ist aus Kolumbien. Es gibt keinen Zweifel, dass sie ihn hierher bringen müssen», sagte sie im kolumbianischen Rundfunk.

Sie räumte gleichzeitig ein, dass die Entscheidung über den Begräbnisort bei García Márquez' Witwe Mercedes Bacha und seinen Söhnen Gonzalo und Rodrigo liege. Die kolumbianische Regierung bot den Hinterbliebenen an, eine Präsidentenmaschine zur Überführung des Sarges bereitzustellen.

SDA/mw

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