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Der Amerikaner

Autokinos, Bluejeans und die Freiheit des Highways: Bruce Springsteen besingt seit 45 Jahren das Amerika, das die ganze Welt zu kennen glaubt. Nun hat er seine Memoiren geschrieben.

«Unglaublich. Ich kehrte zu mir selbst zurück»: In seiner Autobiografie erzählt der «Boss», wie er seine Depressionen überwand. Foto: David Gahr (Getty Images)
«Unglaublich. Ich kehrte zu mir selbst zurück»: In seiner Autobiografie erzählt der «Boss», wie er seine Depressionen überwand. Foto: David Gahr (Getty Images)

Amerika ist ein vertrauter Ort. Wenn wir die Augen schliessen, riechen wir den Bohnerwachs, mit dem der Linoleumboden einer Highschool gewachst ist. Wir wissen: Es ist der Quarterback der Footballmannschaft, der bei den Mädchen ankommt, und ein Abschlussball ist eine ernste Sache. Wir kennen die Automodelle, in denen die Teenager vorfahren, Cadillac, Chevrolet, Dodge, die Kleinstadt-Reihenhäuser, in denen sie aufwachsen, das Bier, das sie heimlich trinken, weil sie noch nicht 21 sind: Pabst Blue Ribbon, Budweiser, Schlitz. Ja, wir kennen den Namen der Pomade, mit der die Buben ihre Frisuren machen: Brylcreem, auch wenn sie eigentlich aus England stammt. All das kennen wir, auch wenn wir nie eine Stunde in den USA verbracht haben – aus den Filmen, Romanen und Songs. Kulturwissenschaftler sprechen von Prothesenerinnerung, vom False-Memory-Snydrom: Fremde Bilder werden so sehr verinnerlicht, dass sie Teil der eigenen Geschichte werden. Amerika ist in uns drin.

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