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Der Galeerensträfling der Geschichte

Der «Roman eines Schicksallosen» war sein Lebensbuch: Der ungarische Literaturnobelpreisträger Imre Kertész ist 86-jährig in Budapest gestorben. Ein Nachruf.

Nach langer Krankheit verstorben: Literaturnobelpreisträger Imre Kertész auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2010.
Nach langer Krankheit verstorben: Literaturnobelpreisträger Imre Kertész auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2010.
EPA/Laszlo Beliczay
Ausgezeichnet: Imre Kertész erhält 2002 den Literaturnobelpreis für sein Werk «Roman eines Schicksalslosen».
Ausgezeichnet: Imre Kertész erhält 2002 den Literaturnobelpreis für sein Werk «Roman eines Schicksalslosen».
Henrik Montgomery, AFP
In der Schweiz: Kertész liest in Zürich aus seinen preisgekrönten Buch «Roman eines Schicksallosen» vor.
In der Schweiz: Kertész liest in Zürich aus seinen preisgekrönten Buch «Roman eines Schicksallosen» vor.
Eddy Hirsch, Keystone
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Kein eigenes Schicksal zu haben, nur ein fremdes, ideologisch aufgezwungenes, war für Imre Kertész die Tragödie des zwanzigsten Jahrhunderts und die eigene. Sein Haupt- und, wenn man so sagen darf, Schicksalsbuch, der autobiographisch getönte Bericht eines fünfzehnjährigen KZ-Überlebenden, heisst «Roman eines Schicksallosen», und im Grunde hat Kertész nur diesen einen Roman geschrieben.

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