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Der traurige Emigrant und die Schauspielerin mit der schönen Stimme

Eine Wiederentdeckung: Walter Bauers Roman «Die Stimme» erzählt eine ­bittersüsse Liebesgeschichte.

Walter Bauer ist einer der vergessenen deutschen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, den wiederzuentdecken eine berührende Lesefreude ist. Als sein bekanntester Roman «Stimme aus dem Leunawerk» 1930 erschien, schrieb Kurt Tucholsky: «Hier ist alles, aber auch alles, was unsereiner immer sucht und so selten findet: Empfindung, ein Herzens-ton, Abwesenheit jeder Sentimentalität, voll von echtem Gefühl.»

Und so ist auch «Die Stimme» ein so kluges wie bewegendes schmales Buch, ein empfindsames Zeitdokument des letzten Jahrhunderts und zugleich hochaktuell, weil es die Fremdheit, die Verlorenheit des Einwanderers erzählt, der in seiner Seele zerrissen sein Land verlässt, um auf einem neuen Kontinent ein neues Leben zu finden.

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