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«Die Kunst wird nach wie vor nervös beim Holocaust»

Der kanadische Erfolgsautor Yann Martel («Schiffbruch mit Tiger») sagt, warum eine Fiktion wahrer sein kann als ein Tatsachenbericht.

Für ihn liegt die Wahrheit in den Gefühlen: Yann Martel hat sich in seinem neuen Roman an das heikelste aller Themen gewagt.
Für ihn liegt die Wahrheit in den Gefühlen: Yann Martel hat sich in seinem neuen Roman an das heikelste aller Themen gewagt.
Rex Features (Dukas)

Yann Martel, wie gross war der Druck auf Sie, nach «Schiffbruch mit Tiger» gleich wieder einen Bestseller zu schreiben?

Nicht sehr gross. Jedes Buch, das ich schreibe, ist völlig anders. Der Erfolg von «Schiffbruch mit Tiger» war so einzigartig, den konnte ich gar nicht wiederholen. Möglich, dass die Verleger und Leser auf eine Wiederholung gehofft haben, aber das ist deren Problem. Wenn ich den Erfolg hätte wiederholen wollen, hätte ich nicht ein Buch über ein so deprimierendes Thema wie den Holocaust geschrieben.

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