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«Die Rückkehr zum Nationalstaat ist ein Unsinn»

Ian Kershaw hat in seinem neuen Buch «Höllensturz» eine Geschichte Europas zwischen den beiden Weltkriegen verfasst. Foto: Arno Burgi (Keystone)

Der Rechtsnationalismus erstarkt. Als Hitler-Biograf sind Sie Experte für den «Höllensturz», den Europa im letzten Jahrhundert erlebte. Wiederholt sich die Geschichte?

Welche?

Wie damals leidet Europa auch heute unter den Folgen einer unbewältigten Finanzkrise.

Mit dem Brexit wird die EU bedeutend geschwächt.

Marine Le Pen träumt nun auch vom Ausstieg Frankreichs aus der EU.

Nach Trumps Wahl scheint alles möglich.

Sie denken an Ungarn oder Polen?

Hat man angesichts der wirtschaftlichen Krisen die EU als Wertegemeinschaft vernachlässigt?

Sie erwähnen die unterschiedlichen Werte in West- und Osteuropa. Hat man die Erweiterung der EU zu rasch vorangetrieben?

Wie aber ist es heute möglich, die EU als Wertegemeinschaft zu stützen, wenn Länder sich aufs Nationale zurückziehen?

Aber ist eine gemeinsame Politik, etwa in der Flüchtlingsfrage, überhaupt möglich?

Im Buch «Höllensturz» richten Sie den Blick auf jene Dinge, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts trotz zweier Weltkriege besser geworden sind. Gibt es etwas, was sich seit der Finanzkrise von 2008 verbessert hat?

Glauben Sie tatsächlich an eine Amtsenthebung?