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Die Tragikomödie der Existenz

Der Schauspieler Joachim Meyerhoff, in Zürich unvergessen als Hamlet, hat sein Leben auf die Bühne gebracht und als Roman erzählt. Auch der neue, dritte Band erzählt von Leben und Tod.

Joachim Meyerhoff als Hamlet im Schauspielhaus Schiffbau in Zürich (2007). Foto: Alessandro della Bella (Keystone)
Joachim Meyerhoff als Hamlet im Schauspielhaus Schiffbau in Zürich (2007). Foto: Alessandro della Bella (Keystone)

Vor dem Frühstück gibts ein Glas Champagner, zum Mittagessen wird gut gekühlter Weisswein getrunken, ein paar Stunden später kommt die Zeit für den 6-Uhr-Whisky, zum Abendessen folgt ein schöner schwerer Rotwein, und in die Nacht gehts dann mit Cointreau.

Rituale geben Sicherheit, und so leben Inge und Hermann, ein alt und etwas wacklig gewordenes Ehepaar, Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre recht kommod in ihrer grossbürgerlichen Münchner Villa. Umsorgt von Haushälterin, Putzfrau und Gärtner, widmet sich der emeritierte Philosophieprofessor Hermann seinen vielfältigen Aktivitäten, zum Beispiel der Arbeit an einem Staatslexikon, das er beharrlich Buchstabe um Buchstabe vorantreibt. Seine Frau Inge, über Jahrzehnte auf grossen Bühnen zu Hause, inszeniert sich nun im privaten Bereich als Diva.

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