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Die Welt in Schwarz und Weiss

Alice Schwarzer, die ebenso bewunderte wie geschmähte Ikone der deutschen Frauenbewegung, legt ihren «Lebenslauf» vor. Er eröffnet überraschende Einblicke – ermüdet aber auch.

Lebenslustig und aufmüpfig: Alice Schwarzer 1969 mit ihrem damaligen französischen Freund Bruno.
Lebenslustig und aufmüpfig: Alice Schwarzer 1969 mit ihrem damaligen französischen Freund Bruno.
Privatbesutz der Autorin
Alice Schwarzer als junge Schülerin...
Alice Schwarzer als junge Schülerin...
Privatbesutz der Autorin
In ihrem neusten Buch «Alice Schwarzer: Lebenslauf» gibt die Frauenrechtlerin und Journalistin überraschende Einblicke.
In ihrem neusten Buch «Alice Schwarzer: Lebenslauf» gibt die Frauenrechtlerin und Journalistin überraschende Einblicke.
Keystone
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Man kann es als Coup bezeichnen: Jean-Paul Sartre gewährt Alice Schwarzer 1970, nach ein paar Begegnungen auf den Pariser Barrikaden, einen Interviewtermin. Die beiden unterhalten sich in seiner «karg eingerichteten Einzimmerwohnung», als sich unvermittelt ein Schlüssel im Türschloss dreht. Herein tritt Simone de Beauvoir – und erblickt «eine 28-jährige Blondine, die in einem sehr hochgerutschten sommerlichen Minikleid mit blossen Beinen» vor dem Philosophen sitzt. «Klar, was sie denkt!», schreibt Schwarzer: «Da hat der alte Trottel sich mal wieder von einem Mädchen zu einem Treffen beschwatzen lassen.» Entsprechend kühl fällt die erste Begegnung der beiden später befreundeten Feministinnen aus.

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