«Ehrgeiz im engeren Sinne wird überschätzt»

Sven Regener schreibt leise Songtexte und lärmige Romane. Wie passt das zusammen – und unter einen Hut mit Familie, Band, Film und Theater?

«Interessant wird es, wenn man einsehen muss, dass man ganze Szenen nicht behalten kann»: Sven Regener über die Verwandlung eines Buchs in ein Drehbuch. Foto: Max Lautenschläger

«Interessant wird es, wenn man einsehen muss, dass man ganze Szenen nicht behalten kann»: Sven Regener über die Verwandlung eines Buchs in ein Drehbuch. Foto: Max Lautenschläger

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Bei Ihrem Konzert unlängst in Basel animierten Sie die Menge zum Klatschen und sagten dann, «so einen Scheiss wollte ich immer schon machen». Also finden Sie es blöd?
In Basel spielten wir ja auf einem Floss im Rhein, das Publikum sass am Ufer, also bestand eine gewisse Distanz. Es war aber nur ein Scherz, sonst mache ich das ja nie. All diese Rockposen und Animationsriutale sind schrecklich. Das hat immer gleich was von Club Med.

Das Schlimme an dieser Aufforderung zum Klatschen ist ja, das es sowohl die Musik wie die Band entwertet.
Mir missfiel neulich in einem Konzert von Paul McCartney als Einziges, dass er uns – und dann noch ausgerechnet bei «Obladi, Oblada» – zum Mitsingen animieren wollte. Er ist ein grossartiger Songschreiber, wiewohl das vielleicht nicht sein stärkstes Lied. Und dann will er, dass wir mitsingen. Hm ... Noch schlimmer wurde es, als er Leute auf die Bühne holte, um sie zu befragen, woher sie kämen. Das war ein klassischer Fall von Fremdschämen. Ich hielt es nicht mehr aus und ging. Dabei war das Konzert ansonsten sehr, sehr gut. Naja, ich hörte dann im Rausgehen noch die erste Zugabe, «Live And Let Die», das war dann auch ein gutes Ende!

Die Beatles geben das Stichwort. Sie haben das Drehbuch zur Verfilmung von «Magical Mystery – oder: Die Rückkehr des Karl Schmidt» selber geschrieben, ihrem vorletzten Roman, der Film ist eben angelaufen. Wie gefällt er Ihnen?
Er funktioniert sehr gut, finde ich. Alles in allem grosser, harter Realismus. Diese unaufgeräumten Bilder und diese abgefuckten Leute, aber darin so viel Liebe und dann kriegen die Bilder einen Glanz, etwa in den Szenen, die in Dortmund spielen, beim real existierenden, jährlichen «Mayday», einem Rave, bei dem Arne Feldhusen im letzten Jahr gefilmt hat. Ein anderer hätte 50 Statisten dazu animiert, eine Masse zu simulieren, Arne nahm sich den wahren Anlass zur Kulisse.

«Magical Mystery» von Arne Feldhusen, Trailer (2017).

Wie schwer ist es als Autor, den eigenen Roman zu einem Drehbuch zu kondensieren?
Ich habe das jetzt zweimal gemacht, das erste Mal bei «Herr Lehmann» mit Leander Haussmann als Regisseur. Zuerst packt man alles in 200 Drehbuchseiten rein, dann hat man das Script für einen dreistündigen Film, also guckt man, was man rausnehmen kann, ohne dass dabei die Balance zerstört wird. Interessant wird es, wenn man einsehen muss, dass man ganze Szenen nicht behalten kann, zum Beispiel jene in der Äpfelwein-Kneipe in Frankfurt. Die Szene lag mir sehr am Herzen, weil Ferdi dort in einem langen Monolog erklärt, warum es so wichtig sei, dass sie diese Tour machen. Diese Szene habe ich vermisst – abgesehen vom Bild, das ich schön fand, mit den Butzenscheiben und einem Licht wie bei einem flämischen Gemälde. Aber sie musste raus, aus zeitlichen und finanziellen Gründen. Also liess ich das Wichtigste von Karl Schmidt sagen, als Grabrede für ein totes Meerwschweinchen. So gehts dann zur Not auch. Ein grosser Monolog, der Grosses erklärt.

«Herr Lehmann» von Leander Haussmann, Trailer (2003).

Dazu passt die Szene, in der Karl Schmidt sich selber in einem alten Katalog erkennt, als er noch schlank und ein Künstler war, und er sagt, es sei damals um etwas «Grosses und Schönes» gegangen.
Das ist der andere grosse Monolog des Films, in dem Karl Schmidt erklärt, wie einst das ganze Leben wie ein Film ablief mit ihm und seinen Freunden als Hauptdarsteller. Er erst jetzt bemerkt, dass alles, was er und die anderen gemacht hatten, inszeniert und dabei so schön gewesen war. Und so naiv. Darum seine Verzweiflung, weil das alles vorbei ist, diese Traurigkeit. Das macht Charly Hübner, der im Film den Charly spielt, sehr, sehr gut.

An Ihrem neuen Roman «Wiener Strasse» fällt sofort auf, wie wütend Ihre Figuren sind. Warum?
Die grösste Herausforderung beim Schreiben von «Wiener Strasse» war, die Geschichte aus den verschiedenene Perspektiven der Figuren zu erzählen, gerade auch solchen, die in früheren Romanen nur Randfiguren waren wie etwa Erwin Kächele, H.R. Ledigt, einer aus der ArschArt-Galerie und so weiter. Und dann gibt es neu hinzugekommene Figuren wie Chrissies Mutter Kerstin. Was ihr Angst macht, ist der Verlust ihrer nun erwachsenen Tochter, die nicht mehr auf sie hören, die sie aber weiter beschützen will, damit sie nicht dieselben Fehler begeht will wie sie selber, sie war ja alleinerziehende Mutter in den Sechziger- und Siebzigerjahren. Sie hat auf vieles verzichten müssen. Wenn man in seine Figuren hineingeht, dann entwickelt man automatisch Verständnis für das, was sie empfinden, Wut zum Beispiel. Dazu kommt, dass etwa Frank Lehmann oder Karl Schmidt Anfang 20 sind und noch nicht richtig wissen, was sie überhaupt mit ihrem Leben machen sollen. Das ist ein schwieriges Alter, man ist doch sehr verunsichert. Meine Figuren haben auch Angst vor der Einsamkeit und Entwurzelung, zugleich möchten sie keine Kompromisse machen, da verbindet sich Unsicherheit mit Hochmut. Ich kenn das von mir selber, wie ich damals war in jener Zeit.

«Bob Dylan hat halt nur noch ein paar Töne.»

Also auch wütend?
Die Wut, gerade auch die künstlerische Schaffenswut, die sich durch dieses Buch zieht, ist auch eine Reaktion auf die Welt, durch die man geht. Da wird rausgehauen, dass es nur so scheppert. «Rennen fahren ist leben, die Zeit dazwischen heisst Warten», sagt Steve McQueen als Rennfahrer im Film «Le Mans». Den Künstlern in meinem Buch geht es ähnlich. Sie müssen dauernd etwas schaffen, alles kann Material sein, das muss alles raus, weil es Spass macht und die dunklen Wolken vertreibt. Heute sieht man sowas gut bei Künstlern wie Bob Dylan. Es muss immer weiter gehen, mehr Konzerte, mehr Platten, mehr Songs.

Aber seine Konzerte werden immer mehr zur Qual.
Das letzte Mal, als ich ihn sah, war er gut. Er hat halt nur noch ein paar Töne. Dylan muss in den Neunzigerjahren eine schwere Halsentzündung gehabt und sie verschleppt haben, indem er trotzdem weitersang. Stücke wie «Desolation Row» singt er mittlerweile mit zwei Tönen.

Beim Lesen kam es mir vor, Ihr neuer Roman sei lustiger als frühere, zugleich aber deprimierender.
Er ist ja auch kälter. Ich habe kürzlich an einer Uni einen Vortrag gehalten über den Humor in der Literatur, also musste ich mich damit befassen. Damals hatte ich den Plot für dieses Buch schon beieinander. Je mehr die Leute lachen, desto kälter ist das Buch. Sigmund Freud definiert Humor als «Lustgewinn durch ersparten Gefühlsaufwand», das ist nun wirklich brillant formuliert. Komik ist eine kalte Technik: Je mehr Komödie, desto weniger Liebe.

Was ist denn mit der romantischen Komödie?
Das ist ein schwieriges Konzept. Ich mag es als Genre nicht so. Wobei Filme wie «Four Weddings and a Funeral» grossartig geschrieben sind. Dort wärmt die Romantik auf, was die Komik abkühlt. Aber man sieht auch umgekehrt bei Shakespeares Königsdramen, wie Falstaff durch das Unterholz der Geschichte taumelt, Witze macht und Scheisse baut, um das Volk zu unterhalten. Humor ist da auch Distanzmittel und Befreiung vom hohen Ton und der Empathie. In «Wiener Strasse» mache ich das so, dass zuerst der eine Idiot den anderen sieht und dann umgekehrt. Daraus ergeben sich viele komische Momente, aber auch weniger Angebote zur Identifikation.

Was an Ihren Figuren auffällt: Sie verspüren keinerlei Ehrgeiz. Sie selber haben in Musik, Literatur, Theater und Film reüssiert. Was reizt Sie denn, das Leben solcher Leute zu beschreiben?
Na ja, Ehrgeiz im engeren Sinne wird überschätzt. Ich würde mich nicht als ehrgeizigen Menschen sehen.

Das müssen Sie erklären.
Nehmen wir mal H.R. Ledigt, definitiv eine Hauptfigur in dem neuen Buch, der mit seiner Kettensäge Aktionskunst und sowas macht. Der lebt seinen Kram wirklich aus, und es ist doch grossartig, wie er auf seine Ideen kommt und was er dabei fühlt. Er ist besessen von seiner Sache, aber der Begriff Ehrgeiz trifft das überhaupt nicht. Damit hat das nichts zu tun. Er will nicht Ehre, Anerkennung einheimsen, jedenfalls nicht zuvörderst. Er will vor allem Kunst machen. Dabei geht er raffiniert vor und nutzt durchaus jede Chance, die sich ihm zum Auftritt bietet. Das lebt sehr aus sich selber heraus, nicht aus Geltungsdrang oder Ehrgeiz. Das gilt auch für Frank Lehmann, der immer das, was er gerade machen muss, sehr gut macht und sehr sorgfältig. Ehrgeiz spielt dabei keine Rolle. Mit solchen Haltungen kann ich mich gut identifizieren.

Es ist Ihr erster Roman, der auf einen Hauptdarsteller verzichtet und alle Figuren gleich behandelt.
Es hat mir grossen Spass gemacht, so zu schreiben, eine Welt entstehen zu lassen und mit verschiedenen Augen zugleich zu sehen. Der eine ist unsicher, der andere übereifrieg, einer will seine Ruhe, ein anderer hat Angst vor dem Alleinsein. Es gibt wenig Trost in diesem Buch. aber die Leute haben ihren Weg selbst gewählt.

Sie lesen öffentlich aus Ihren Büchern, was passiert dann mit dem Text?
Er wird zu einer musikalischen Erfahrung. Das Musikalische ist für mich der Kern der literarischen Kunst: dass so ein Klang entsteht.

Bei Charles Bukowski spielt der auch eine grosse Rolle
Auf jeden Fall. Das macht die Übersetzung dann so schwierig. Zu sagen, «Schuld und Sühne» von Dostojewski müsste eigentlich «Verbrechen und Strafe» heissen, wie es die neue Übersetzung bestimmt.

Immerhin hat Swetlana Geier damit einen völlig neuen Zugang zu Dostojewski geschaffen.
Das mag gut sein, aber der Titel klingt trotzdem nicht so gut wie der alte. Ein anderes Beispiel, diesmal bei Shakespeares «Macbeth», die berühmte Stelle. Das Leben, sagt er, sei «a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing». ‹Sound and fury› zu übersetzen mit ‹Schall und Wahn›, das ist nicht annähernd so gut wie ‹Klang und Wut›, weil der Sound bei Klang und Wut einfach näher am Sound des Originals ist. Und das andere klingt ausserdem unangenehm technisch.

«Rette mich (vor mir selber)» von Element of Crime, Video (2015).

Wie erleben Sie eigentlich das Spannungsfeld zwischen dem Schreiben zuhause und dem Singen in der Öffentlichkeit, also das eine alleine und das andere vor vielen Leuten? Ergänzt das eine das andere?
Ich glaube, da ist kein Spannungsfeld. Und es ergänzt sich auch nicht wirklich. Wir von Element of Crime sind ja sehr kontrolliert auf der Bühne, ausserdem ist Musik ja immer sehr klar definiert, zugleich aber jedes Mal auch anders. Man kann das schwer vergleichen mit dem Literaturding. Und bei Element of Crime bin ich nur einer von vieren, das ist der grösste Unterschied. Musik will auch immer aufgeführt werden. Als Musiker ist man ständig mit einem Wechselspiel zwischen Aufnahme und Live konfrontiert, das hat man als Autor nicht, ausserdem ist man da allein, also mit seinen Gedanken und Ideen ganz auf sich selber zurückgeworfen. Selbst wenn ich Lesungen mache, ist das eigentlich mit dem, was ich als Autor mache, gar nicht mehr verbunden, das ist eine ganz andere Tasse Tee, es gibt keinen zwingenden Grund, das als Autor zu machen, man könnte zur Not auch einen anderen schicken. Das geht bei einer Band natürlich nicht.

«Jede Wiederholung zeigt die Sache in einem neuen Licht.»

Ich habe Nick Cave mal gefragt, warum ihm Wiederholungen von Textzeilen so wichtig seien. Er sagte mir, dass er auf ihre Bedeutung aufmerksam machen wolle. Die Dialoge in Ihren Romanen sind ja sehr alltagsnah, also redundant, das gibt so einen Rhythmus. Was spielt das Wiederholen bei Ihnen für eine Rolle?
Ich würde sagen, bei der Musik ist die Wiederholung das wichtigste Stilmittel überhaupt. Darum finde ich es zum Beispiel falsch, bei einer Mozart-Sinfonie die Exposition nicht zu wiederholen, was immer häufiger passiert, obwohl es im Notentext vorgesehen ist. Weil es doch wichtig ist, die ganzen Motive noch einmal zu hören, die Wiederholung unterstreicht ihre Bedeutung, schafft Gewichte. Auch die Variation enthält Elemente der Wiederholung. Das gilt auch in einem Romantext. Wenn jemand etwas zweimal sagt, bekommt es eine andere Bedeutung, als wenn er es nur einmal sagt. Jede Wiederholung zeigt die Sache in einem neuen Licht.

Der Gospel operiert ja sehr damit.
Genau. (Er beginnt «Freedom» zu singen, die Improvisation von Richey Havens am Woodstock-Festival von 1969).

Bei diesem Stück kann man sagen, dass das Klatschen Teil der Aufführung ist.
Vollständig richtig. Ich mag diese ganz einfachen Sachen. Auch die Spirituals benutzen die Wiederholung, diese Wechselgesänge mit dem Chor. Ich bin auch nicht gegen Mitklatschen des Publikums. Oder gegen Mitsingen. Nicht, dass wir uns da falsch verstehen. Die Leute können machen, was sie wollen, ist mir alles recht. Ich animiere bloss nicht dazu, weil das dann sowas Mitmachfaschistisches kriegt.

In Ihrem Stück über Bob Dylan, das Sie mit Leander Haussmann geschrieben haben, bewerben sich ein paar Dylan-Interpreten für eine Stelle, als die Meldung hereinkommt, Dylan habe den Nobelpreis gewonnen. Dylan hat lange nicht reagiert, ist auch nicht zur Feier gekommen. Was halten Sie von seinem Verhalten?
Ich konnte das gut verstehen. Er wollte wohl keinen Schnellschuss abfeuern, ausserdem befand er sich in einem Zwiespalt, er wusste vermutlich nicht, ob er überhaupt auf das Niveau dieser Literatur-Sause wollte, egal ob das nun ein Hoch- oder Herunterziehen ist, man kann das ja so oder so sehen. Gut, dass er am Ende in seinem Vortrag noch einmal festgestellt hat, dass Songs keine Literatur sind, weil es eben nicht reicht, sie zu lesen; dass sie gesungen werden müssen. Da wurde das noch einmal ins rechte Licht gerückt, so ein Preisding ist ja immer auch ein zweischneidiges Schwert.

«Am Ende denke ich immer nur an dich», live (2012).

Er möchte seinen Figuren lieber nicht begegnen, hat Randy Newman mir einmal gesagt. Wie ist das mit Ihnen?
Beglückend ist für mich an der Romankunst, das man sich schreibend (und hoffentlich auch lesend dann) ein anderes Leben vorstellen kann, das ist eine Befreiung vom eigenen Ich, von der eigenen Existenz und Sterblichkeit. Man muss dabei als Schreibender bloss aufpassen, dass man nicht hochmütig wird, wenn man mit seinen Figuren herumspielt. Man ist da ja wie ein Gott, das ist gefährlich und man tut ihnen vieles an, auch Böses. Ich möchte ihnen nicht begegnen, trotzdem habe ich sie lieb.

Wirklich?
Ja, und ich finde mich in ihnen auch wieder, auch bei «Wiener Strasse», obwohl ich dort aus so vielen verschiedenen Perspektiven erzähle. Das war viel leichter zu schreiben, als ich gedacht hatte.

Sie haben einmal gesagt, man müsse sich beim Schreiben überraschen lassen. Wie ist das zu verstehen?
Dass Personen, die man erfunden hat und agieren lässt, ihren eigenen Willen entwickeln. Du lässt den einen was tun, worauf der andere dann auf eine Weise reagiert, wie du es als Autor gar nicht vorgesehen hast. Das kann toll sein, aber auch schwierig. Es ist wie beim Schachspielen, wo eins aufs andere folgt. Die ersten 15 Züge lassen sich einigermassen definieren und nachvollziehen, aber was danach passiert, ist völlig offen.

«Weisses Papier» von Element of Crime, Video (1993).

(Tages-Anzeiger)

Erstellt: 05.09.2017, 16:21 Uhr

Buch

Sven Regener: Wiener Strasse. Roman. Galiani-Verlag, Berlin 2017. 296 S., ca. 30 Fr. Leseprobe und mehr

Trompete spielt er auch noch

Sven Regener, der Multimediale

Was der schon alles gemacht hat. Sven Regener aus Bremen, Jahrgang 1961, war - sehr unfreiwillig - bei der Bundeswehr, gehörte dem Kommunistischen Bund Westdeutschlands an, studierte Musikwissenschaft, wechselte dann in die Praxis, spielte klassische, dann elektrische Gitarre, spielt Klavier, und Trompete spielt er auch noch. Ausserdem schreibt und singt er die Texte von Element of Crime, seiner Band, die seit über dreissig Jahren zusammen unterwegs ist. Mit seinem ersten Roman «Herr Lehmann» (2001), der kurz vor und während des Mauerfalls spielt, gelang Regener ein Millionenerfolg. Auch der dazugehörige Film von Leander Haussmann kam sehr gut an. Weitere Romane, Drehbücher und Verfilmungen folgten, in denen immer wieder dieselben Figuren auftreten, wobei immer andere im Zentrum stehen. Sven Regener ist verheiratet, hat zwei Kinder und lebt in Berlin. (jmb)

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