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Ein Autor im Abseits

Von der Kritik geschmäht, von den Lesern verlassen: Seit seinem Einsatz für Serbien vereinsamt der Schriftsteller Peter Handke immer mehr. Doch das scheint ihm egal zu sein, wie sein neustes Büchlein zeigt.

Kontroverse Figur der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Der österreichische Schriftsteller Peter Handke.
Kontroverse Figur der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur: Der österreichische Schriftsteller Peter Handke.
Keystone
Fürsprecher eines veralteten Serbiens: Peter Handke bei der Grabrede für Slobodan Milosevic im März 2006.
Fürsprecher eines veralteten Serbiens: Peter Handke bei der Grabrede für Slobodan Milosevic im März 2006.
Keystone
Das Kreuz mit dem Dichter: Peter Handke mit dem Theaterdirektor Claus Peymann im serbischen Dorf Velika Hoca.
Das Kreuz mit dem Dichter: Peter Handke mit dem Theaterdirektor Claus Peymann im serbischen Dorf Velika Hoca.
Keystone
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Das neuste Werk von Peter Handke ist dünn, dürr der erste Satz: «Es ist hier eine Geschichte zu erzählen.» Im nicht weniger schlichten Titel des 37 Seiten umfassenden Büchleins steht auch über wen: «Die Geschichte des Dragoljub Milanovi?».

Milanovi? war während des Kosovokriegs Direktor des serbischen Radio und Fernsehens RTS in Belgrad. Als die Nato in der Nacht des 23. April 1999 einen Angriff auf das Gebäude des Senders flog, kamen 16 Mitarbeiter ums Leben und mehrere wurden schwer verletzt. Der Direktor überlebte, weil er an diesem Abend früher nach Hause ging.

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