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Ein Heizgerät für Hadis Familie?

Sarah Glidden begleitete junge US-Journalisten in den Irak und nach Syrien. Sie hinterfragt deren Rolle in der Comic-Reportage «Im Schatten des Krieges».

Alexandra Kedves
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – sie kann im Krieg auch Journalisten treffen. Bild: Sarah Glidden, «Im Schatten des Krieges»
Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) – sie kann im Krieg auch Journalisten treffen. Bild: Sarah Glidden, «Im Schatten des Krieges»

Hadi sieht aus wie 40, dabei ist er 27 – zwei Jahre jünger als die US-Journalistin, die ihn im abgerissenen Zelt interviewt. Das Zelt steht in einem Flüchtlingslager im irakischen Kurdistan bei der Stadt Sulaymaniyah. Man sitzt auf dem Boden, alles wirkt notdürftig, improvisiert, abbruchreif.

Sarah Gliddens Comic-Reportage «Im Schatten des Krieges» ist schonungslos ehrlich – auch gegenüber eigenen Vorurteilen. Und in dieser Episode zoomt der Dok-Band in acht vielsagenden Comic-Panels aufs Lager und auf Hadi zu, ehe dessen erstes Wort fällt. Es sind Panels, die über staubige Strassen durch jene offene Wunde führen, die der Irak seit dem Angriff der Amerikaner 2003 ist, und hin zum Gespräch mit dem Lagersprecher, der von den 60 Familien erzählt, die dort leben und warten.

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