Zum Hauptinhalt springen

Ein Katalog an Schmähungen

Die Tagebücher des grossen Feuilletonisten Fritz J. Raddatz sind ein Fest für intellektuelle Voyeure. Beziehen doch ein Grass, Muschg oder Updike rhetorische Prügel.

Fritz J. Raddatz mit der Verleger-Witwe Inge Feltrinelli auf der Frankfurter Buchmesse (1982).
Fritz J. Raddatz mit der Verleger-Witwe Inge Feltrinelli auf der Frankfurter Buchmesse (1982).
Keystone

Erst mal muss man die Sache etwas niedriger hängen. Der «grosse Gesellschaftsroman der Bundesrepublik, endlich» – das sind die Tagebücher von Fritz J. Raddatz nicht. Diese hymnische Apostrophe auf dem Buchumschlag stammt von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher, sie ist ein Zitat aus dem Buch selbst: Da besucht Schirrmacher Raddatz, blättert in dessen Tagebüchern und lobt drauflos, wie man das halt so macht bei freundlichen Besuchen und wenn man was will. Schirrmacher will abdrucken, Raddatz kommentiert: «Zerschlagen wird sich das, wie alles im Leben, am Jelde.»

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.