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Ein Leben in makellosen Sätzen

Urs Widmer hat sein Leben schon oft ausfantasiert. Diesmal erzählt er es «richtig»: Die «Reise an den Rand des Universums» ist die Geschichte seiner Jugend.

Die Schule, die Ferien, die Kinderliebe: Urs Widmer gibt für einmal wahres Autobiographisches preis. (Archivbild)
Die Schule, die Ferien, die Kinderliebe: Urs Widmer gibt für einmal wahres Autobiographisches preis. (Archivbild)
Keystone

Immer war klar, dass der grosse Fabulierer Urs Widmer seinen Erzählstoff dem eigenen Leben abgewonnen hat. Eine Autobiografie, dachte man, würde er nie schreiben, weil sie ja längst existiert. Nun hat er es doch getan. Nach lauter Potenzialitäten – so hätte es auch sein können – nun ein Buch, das sagt: So wars. Warum? Darüber hat Widmer öffentlich spekulative Nebelkerzen geworfen. Dass die Erzählstollen erschöpft seien, nun also die letzte Mine, das nackte Leben, geplündert werden müsse. Dass es deshalb das letzte Buch sei. Oder vielleicht dann doch nicht.

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