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Ein Reigen grandioser Bilder, der unvollendet bleiben muss

Der türkische Schriftsteller Sabahattin Ali erzählt von Korruption und Dekadenz am Vorabend des Ersten Weltkriegs.

Im Jahre 1903 ermittelt der Landrat Salâhattin Bey in einem Doppelmordfall in der türkischen Provinz Aydın. Ohne Ergebnis. Doch der Ritt in das Dorf Kuyucak beschert ihm etwas, was er von seiner unglücklichen Ehe mit der zänkischen Sahinde längst nicht mehr erhoffen durfte: einen Sohn.

Der Landrat hatte ihn neben den Leichen der Eltern entdeckt. «Ich kann die Armen doch nicht alleine lassen!», sagt der Junge, so als sei er der Herr im Haus und seine Eltern Schutzbefohlene, deren Ermordung nur ihre Unmündigkeit bekräftigt hätte. Und dann erzählt Yusuf, wie ihm einer der Mörder den Daumen abgeschnitten habe, als er versuchte, seine Mutter zu verteidigen: «Das hat sehr, sehr wehgetan, doch jetzt ist es nicht mehr so schlimm . . . »

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