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Eine Freundschaft in Zeiten des Terrors

Elena Ferrantes «Die Geschichte der getrennten Wege», der dritte Band ihrer neapolitanischen Saga, erweist sich erneut als literarisches Fest – für Spannungsleser wie für Connaisseurs.

Ferrantes Roman spielt in einer Zeit, in der Italien unter Terror litt: 1974 tötete ein Sprengsatz in Brescia acht Menschen. Foto: Mondadori, Getty Images
Ferrantes Roman spielt in einer Zeit, in der Italien unter Terror litt: 1974 tötete ein Sprengsatz in Brescia acht Menschen. Foto: Mondadori, Getty Images

Die Qualität einer Ware bemisst sich danach, wie gut sie sich verkauft: Dieser Hauptsatz des Kapitalismus gilt in der Literatur nicht. Eine besonders gesinnungsstarke Fraktion der Literaturkritik geht so weit, gerade und nur seiner Umkehrung Gültigkeit zu bescheinigen – was die Masse goutiert, könne nichts taugen; die Qualität eines literarischen Werks erweise sich vielmehr in seiner Unzugänglichkeit. Nun ist es ein Kennzeichen guter Literatur, dass sie alle Dogmen durch ein einziges Gegenbeispiel aushebeln kann – alle Dogmen und auch ihre Umkehrungen.

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