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Eine religiöse Saite, die klingt

Friedenspreisträger Navid Kermani meditiert über christliche Gemälde und findet dabei viele Berührungspunkte mit dem Islam.

Betrachtungen zu Kernelementen des christlichen Glaubens: Navid Kermani. Foto: Keystone
Betrachtungen zu Kernelementen des christlichen Glaubens: Navid Kermani. Foto: Keystone

Navid Kermanis Verhältnis zum Christentum ist ein gespanntes. Den gläubigen Muslim, den studierten Orientalisten, den aufgeklärten Intellektuellen stören Hierarchie und Machtentfaltung der Kirche, die Kreuzestheologie, also die Vergötterung des Leidens, die Trinitätslehre und schliesslich die vielen «heidnischen» Elemente, mithin alles, was vom klaren Monotheismus abweicht. Andrerseits fesseln ihn die alles überdauernde Institution und die intellektuelle Raffinesse des Glaubensgebäudes, die herrliche, sinnliche Pracht, wie sie sich in Kirchenbauten und der religiösen Kunst ausdrückt, und nicht zuletzt die praktizierte Nächstenliebe manches Christen, der seinen Glauben tätig lebt.

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