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«Unser Denken über Flüchtlinge ist völlig falsch»

Künstlerin Marina Naprushkina organisiert in Berlin Hilfe für Flüchtlinge. Migranten seien eine Bereicherung, würden aber durch den Staat demoralisiert.

Endlich weiterreisen: Ein Vater und sein Sohn sitzen am Sonntag im Zug von Nickelsdorf an der ungarisch-österreichischen Grenze nach Wien.
Endlich weiterreisen: Ein Vater und sein Sohn sitzen am Sonntag im Zug von Nickelsdorf an der ungarisch-österreichischen Grenze nach Wien.
Herbert P. Oczeret, Keystone
Die Erleichterung ist ihnen anzusehen: Auch diese Flüchtlinge freuen sich über die Weiterreise in Richtung Wien. Viele Migranten wollen weiter nach Deutschland.
Die Erleichterung ist ihnen anzusehen: Auch diese Flüchtlinge freuen sich über die Weiterreise in Richtung Wien. Viele Migranten wollen weiter nach Deutschland.
Herbert P. Oczeret, Keystone
Langer Fussmarsch: Unter den Flüchtlingen aus Budapest sind viele Kinder.
Langer Fussmarsch: Unter den Flüchtlingen aus Budapest sind viele Kinder.
Joe Klamar, AFP
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Sie betreiben in Berlin ein Flüchtlingshilfswerk (siehe Box). Wie erleben Sie die Krise? Wir erleben die Krise schon sehr konkret. Im letzten Monat hat sich das Interesse an unseren Angeboten verdreifacht, da sehr viele Syrer mittlerweile in Berlin angekommen sind. Heute haben wir täglich über 100 Besucher – jeder Stuhl ist besetzt, die Räume sind voll. Leider plagen wir uns mit einer unfähigen Berliner Bürokratie herum, die den neuen logistischen Anforderungen nicht gewachsen ist.

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