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Harry im Feuer

Joanne Rowling zofft sich heftig mit Trump-Fans.

Wird politisch: Fantasy-Autorin Rowling. (27. September 2012)
Wird politisch: Fantasy-Autorin Rowling. (27. September 2012)

Wer erleben will, wie sich Trump-Befürworter und Trump-Gegner streiten, muss hinein in die Twittergewitter. Viele der dort in 140 Zeichen ausgetragenen Attacken lassen den Leser fassungslos zurück. Ebenso erstaunt aber die Tatsache, dass mitten im Verbalfeuer die «Harry Potter»-Schöpferin Joanne K. Rowling steht, die sich als elegante Kombattantin in der Troll-Abwehr erweist (@jk-rowling).

Nach dem vom Vizepräsidenten Mike Pence unterstützten Einreiseverbot, das Donald Trump gegen Bürger aus sieben Nationen erlassen hatte, holte Rowling ein Statement von Pence aus dem Jahr 2015 hervor, in dem dieser Einreiseverbote als Verstoss gegen die Verfassung bezeichnete. Rowling zitierte dazu den Mann aus dem Matthäus-Evangelium 16,26, der «Schaden an seiner Seele genommen» habe. Seitdem steht Rowling unter Feuer.

Die Rowling-Beschimpfung begann mit verächtlichen Bemerkungen zu ihrem Profilbild. Bald aber diffamierte man sie als «old whore», was die Britin als «einigermassen shakespearisch» bezeichnete. Die Autorin wies dann auf Rechtschreibfehler in den Angriffen hin, was zu den wütenden Ankündigungen führte, man werde nun alle «Harry Potter»-Bücher und -DVDs verbrennen. Rowling bemerkte, dass sie dazu gerne ihr Feuerzeug zur Verfügung stelle. Ausserdem überlegte sie, ihr Werk künftig in Doppelpacks auszuliefern: in einer Lese- und einer Verbrenn-Fassung für alle, die nur an der Magie, aber nicht an der Moral darin interessiert seien.

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