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«Heroismus erblicken wir nur noch im Islamismus»

Der Dichter Heinrich von Kleist hatte einen alten Ehrbegriff und eine moderne Ausdrucksweise: Der «Zeit»-Redaktor und Kleist-Kenner Adam Soboczynski über Sprache, Splatterfilme und Suizid.

2011 ist das Kleist-Jahr: Festfahne in Heinrich von Kleists Geburtsstadt Frankfurt an der Oder.
2011 ist das Kleist-Jahr: Festfahne in Heinrich von Kleists Geburtsstadt Frankfurt an der Oder.
Keystone
Erzählungen schreiben, um sich den Lebensunterhalt zu sichern: Eine Manuskriptseite im Kleist-Museum in Frankfurt (Oder).
Erzählungen schreiben, um sich den Lebensunterhalt zu sichern: Eine Manuskriptseite im Kleist-Museum in Frankfurt (Oder).
Keystone
Sie wird ausgepeitscht: Milva Starck als Käthchen und Andri Schenardi als Gottschalk in «Das Käthchen von Heilbronn» des Stadttheaters Bern aus dem Jahr 2010.
Sie wird ausgepeitscht: Milva Starck als Käthchen und Andri Schenardi als Gottschalk in «Das Käthchen von Heilbronn» des Stadttheaters Bern aus dem Jahr 2010.
Keystone
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Herr Soboczynski, wir feiern den 200. Todestag eines Selbstmörders. Ist das nicht ein bisschen pietätlos? Das würde ich nicht sagen. Der Selbstmord ist ja heute nicht mehr so skandalös wie er noch zu Zeiten von Kleist empfunden wurde. Damals sah man im Suizid einen ehrenlosen Akt. Die Presse, die damals über Kleists Tod geschrieben hatte, war entsetzt, dass ein Mensch mit einem derart ruhmreichen Namen sich selber töten konnte.

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