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«House of Cards» im alten Rom

Bestsellerautor Robert Harris hat nach 12 Jahren seine Cicero-Biografie zu Ende gebracht. Das Grande Finale der Trilogie hat mehr mit der Gegenwart gemein, als man sich vielleicht wünscht.

Die Ermordung Cäsars: Er hatte alles gewonnen und dabei seinen Verstand verloren. Und dann sein Leben. Gemälde von Karl Theodor von Piloty aus dem Jahr 1865 (akg images).
Die Ermordung Cäsars: Er hatte alles gewonnen und dabei seinen Verstand verloren. Und dann sein Leben. Gemälde von Karl Theodor von Piloty aus dem Jahr 1865 (akg images).

Am Tag seines Todes liess sich Gaius Julius Cäsar in einer goldenen Sänfte ins Senatsgebäude in Rom tragen. Zunächst hatte der grosse Feldherr und Stratege an diesem Tag noch gezögert, an der Sitzung aufzukreuzen. Die Auguren hatten Unheil prophezeit. Dann betrat er doch noch den «grossartigsten Raum der Welt», wie Cicero den Senat genannt hat. Zu diesem Zeitpunkt war Cäsar auf dem Höhepunkt seiner Macht. In Rom, dem Zentrum der Welt, regierte er als Alleinherrscher, und er hatte alles gewonnen, was es damals zu gewinnen gab: Den Krieg in Gallien, die Bürgerkriege in Italien und Spanien, die Macht in Rom, Kleopatra, die schönste Frau der Welt.

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