Zum Hauptinhalt springen

Irgendwie Hardcore, oder?

Drei Jahre nach «Axolotl Roadkill» und der unwichtigen Frage, ob ein paar Sätze darin abgeschrieben sein könnten, legt Helene Hegemann ihren Zweitling vor. Der Roman «Jage zwei Tiger» ist dick und zäh.

Vielleicht sollte sie Krasse-Reportagen-Autorin werden: Helene Hegemann. (Bild vom 6. März 2010)
Vielleicht sollte sie Krasse-Reportagen-Autorin werden: Helene Hegemann. (Bild vom 6. März 2010)
Keystone

Helene Hegemann ist wieder da. Sie ist jetzt 20, und das ist gut. Denn bei ihrem Erstling, bei «Axolotl Roadkill», war sie 17, und man fragte sich da beim Lesen der einen oder andern Kritik, ob es sich nicht um einen gröberen Fall von Lustmolchentum handelte.

Helene Hegemann selbst hat neulich in der «Welt» die Vermutung angestellt, dass es sich dabei um «die verkappte Lüsternheit halb toter Typen über fünfundvierzig» gehandelt haben könnte, «denen nicht mehr viel bleibt als ihre Pseudofantasien». Auf den Mund gefallen war sie ja noch nie, aber vielleicht wird sie das jetzt selbst ändern und zurückhaltender werden. Sie will nämlich den Kritikern von einst künftig «in strikter Neutralität» entgegentreten, «ich würde mich mit ihnen über Hunde und Yoga und die Frage unterhalten, wo man in Berlin Kaffee bekommt, ohne zwanzig Cent extra für die Sojamilch zu bezahlen.» Wie schade wäre das!

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.