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Jesus, der Eiferer

In dem Buch «Zealot» zeichnet der Religionswissenschaftler Reza Aslan das Leben von Jesus von Nazareth nach. Der muslimische Forscher zeigt auf, wie aus einem jüdischen Rebellen der Stifter einer Weltreligion wurde.

Philipp Löpfe
Eine historisch verbürgte und mythenumrankte Figur: Jesus auf Caravaggios «Madonna dei Palafrenieri» (1605).
Eine historisch verbürgte und mythenumrankte Figur: Jesus auf Caravaggios «Madonna dei Palafrenieri» (1605).
bpk

Darf ein Muslim ein Buch über Jesus schreiben? Ausgelöst wurde die Diskussion um diese Frage durch die Veröffentlichung des Buches «Zealot» von Reza Aslan, einem in den Vereinigten Staaten aufgewachsenen iranischen Religionswissenschaftler, der vom Christentum zum Islam konvertierte. Die Frage führte zu einem Proteststurm bei traditionellen Christen und zum vielleicht dümmsten Interview der letzten Jahre auf dem konservativen Sender Fox News. Dabei ist die Antwort simpel: Der Muslim darf, vor allem wenn er so brillant schreibt wie Aslan. Er kümmert sich zudem nicht um Glaubensfragen, sondern um die Beantwortung einer sehr viel bedeutenderen Frage: Wie kam es, dass vor zweitausend Jahren aus einem religiösen Eiferer in Palästina einer der grössten Religionsstifter der Geschichte wurde?

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