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Jugend am Komasaufen

«In kaum einem anderen Text habe ich mich je so sicher gefühlt», sagt Jakob Arjouni über sein neues Werk «Cherryman jagt Mr. White»: ein schmaler Roman über eine prollige Vorort-Gang.

Garant für intelligente Unterhaltung: Jakob Arjouni, 47.
Garant für intelligente Unterhaltung: Jakob Arjouni, 47.
Lucie Machac

Jakob Arjouni, bekannt für intelligente Unterhaltungsliteratur voll Witz und sozialer Schärfe, erzählt in «Cherryman jagt Mr. White» eine exemplarische Geschichte vom ewigen Aussenseiter. Schauplatz ist das erfundene Storlitz, ein trostloses Vorortkaff im östlichen Berliner Speckgürtel. Hier stehen Kleinbürger neben Arbeitslosen, Rentnern und pöbelnden Halbstarken um Sonderangebote bei Aldi Schlange. Hier hält sich die perspektivlose Jugend an Komasaufen statt Hausaufgaben, und Männercliquen grölen Ausländern Naziparolen hinterher. Wer anders drauf ist, hat es schwer. So wie der achtzehnjährige Rick, der von einem anständigen Leben in der Grossstadt träumt. In seiner Freizeit füllt er Seite um Seite mit seinen versponnenen Bildergeschichten um Super-Duper-Cherryman und Gegenspieler Mister White.

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