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Kann ein Roman zu intelligent sein?

Adolf Muschgs neuer Roman «Die japanische Tasche» ist überaus dicht gestrickt und durchzogen von etwas, was man das «höhere Nichtbegreifbare» nennen kann.

Einen alten Protagonisten reanimiert: Schriftsteller Adolf Muschg. Foto: Marcel Bieri (Keystone)
Einen alten Protagonisten reanimiert: Schriftsteller Adolf Muschg. Foto: Marcel Bieri (Keystone)

Als Conan Doyle seinen genialen Detektiv Sherlock Holmes sterben liess, erhob sich ein Sturm der Entrüstung. Daraufhin holte der Autor seine Figur ins Leben zurück, mit einer mehr oder weniger plausiblen Erklärung. Auch in Adolf Muschgs neuem Roman gibt es einen Wiedergänger: Emil Gygax, Protagonist des Romans «Sutters Glück» von 2001, war dort mit einem Rucksack voller Steine in den Silsersee gegangen, um seiner Frau Ruth zu folgen, die sich umgebracht hatte. «Meine Frau ist am Leben gestorben, und ich war nur ein kleiner Teil davon», erklärt er etwas raunend im aktuellen Roman. Denn tatsächlich, auf Seite 196 der «Japanischen Tasche», ist er wieder da: Man habe ihn reanimiert, und sein Fall komme schon in der Fachliteratur vor.

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