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«Lesen ist etwas wunderbar Verbotenes»

Bestsellerautor Martin Suter hat in der Pestalozzi-Bibliothek in Oerlikon aus seinem aktuellen Buch gelesen. Die PBZ-Räume waren in seiner Schulzeit so etwas wie sein zweites Zuhause.

«Mein Vater durfte Karl-May-Bücher als Kind nur heimlich lesen. Gibt es einen grösseren Anreiz?», fragt Martin Suter. Foto: Urs Jaudas
«Mein Vater durfte Karl-May-Bücher als Kind nur heimlich lesen. Gibt es einen grösseren Anreiz?», fragt Martin Suter. Foto: Urs Jaudas

Für Ihre Lesung in der Pestalozzi-Bibliothek haben Sie Ihre Schreibklausur unterbrochen. Brauchen Sie für das Schreiben den totalen Rückzug?Bisher habe ich alle Romane in Guatemala oder auf Ibiza geschrieben. Aber jetzt leben wir hier, und in Zürich gibt es zu viel Ablenkung. Nach 22 Jahren auf dem Land hatten wir das Zürcher Stadtleben vermisst, ausserdem stellte sich für meine Tochter Ana die Schulfrage – und so sind wir hergezogen. Weil ich derzeit an einem neuen Roman schreibe, habe ich mir also eine Klausur verschrieben. Aber nun gab es endlich die Chance, mir einen lang gehegten Wunsch zu erfüllen: in der PBZ Oerlikon vorzulesen. Es ist das erste Mal, dass ich mich regelrecht aufgedrängt habe. Und ich wollte in die Bibliotheksräume, nicht in irgendeinen Saal. Denn diese Räume waren für mich in der Schulzeit so etwas wie ein zweites Zuhause. Und ein Schlaraffenland!

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