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Liao Yiwu erhält Friedenspreis des Deutschen Buchhandels

Der chinesische Schriftsteller erhält den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels 2012 für seinen Einsatz gegen politische Unterdrückung.

Ausgezeichnet: Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu
Ausgezeichnet: Der chinesische Schriftsteller Liao Yiwu
Keystone

Der 53-jährige begehre «sprachmächtig und unerschrocken gegen die politische Unterdrückung» auf und verleihe «den Entrechteten seines Landes eine weithin hörbare Stimme», begründete der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Donnerstag in Berlin die Wahl. Der Friedenspreis wird seit 1950 vergeben und ist mit 25'000 Euro dotiert. Die Verleihung findet während der Frankfurter Buchmesse am 14. Oktober statt.

Der Börsenverein erklärte, Liao setze in seinen Büchern und Gedichten «den Menschen am Rand der chinesischen Gesellschaft ein aufrüttelndes literarisches Denkmal. Der Autor, der am eigenen Leib erfahren hat, was Gefängnis, Folter und Repression bedeuten, legt als unbeirrbarer Chronist und Beobachter Zeugnis ab für die Verstossenen des modernen China.» Liao wurde am 4. August 1958 in Chengdu in der Provinz Sichuan geboren und lebt derzeit in Berlin.

Die Verlagsgruppe S. Fischer freut sich mit ihrem Autor. Liao sei «ein Dichter, dessen Werke getragen werden von dem unbedingten Willen, Zeugnis abzulegen, und von seinem ungeheuren Vertrauen auf die Rechte des Individuums und die Möglichkeit des respektvollen und friedlichen Zusammenhalts der Menschen», erklärte Jörg Bong, Programmgeschäftsführer des Verlags.

dapd

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