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«Lieber eine Ungerechtigkeit begehen als Unordnung ertragen»

Goethe mochte die Französische Revolution nicht. Bei der Belagerung von Mainz sah er, wohin sie führte. Gustav Seibt widmet den Ereignissen ein kluges Buch, das auch auf unsere Gegenwart schaut.

Einzug der französischen Armee in Mainz, 7. November 1792. Gemalt 1835 von Hippolyte Bellangé. Foto: AKG-Images
Einzug der französischen Armee in Mainz, 7. November 1792. Gemalt 1835 von Hippolyte Bellangé. Foto: AKG-Images

Der erste deutsche Demokratieversuch fand nicht 1848 statt, sondern mehr als ein halbes Jahrhundert früher: von Oktober 1792 bis Juli 1793 in Mainz. Er war also nur von kurzer Dauer und stand überdies unter dem Unstern eines Besatzungsregimes. Wie 1945 – auch die jetzige deutsche Demokratie wurde ja nicht von den Deutschen erkämpft, sondern ihnen von den Alliierten oktroyiert – traten die Besatzer als Befreier auf, aber damals entpuppte sich das «Geschenk» bald als harter Zwang.

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