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Literarischer Blutdurst

Henning Mankell, Erfinder des schwermütigen Ermittlers Kurt Wallander, ist tot. Seine Bücher sind gesellschaftspolitisch, sein Engagement war es auch.

War vor einigen Jahren an Krebs erkrankt: Henning Mankell während einer Pressekonferenz im Jahr 2010.
War vor einigen Jahren an Krebs erkrankt: Henning Mankell während einer Pressekonferenz im Jahr 2010.
Keystone
Erhielt 2009 den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis: Mankell in Osnabrück.
Erhielt 2009 den Erich-Maria-Remarque-Friedenspreis: Mankell in Osnabrück.
Reuters
Lucrecia Paco (l.) und Graca Silva spielen 2003 in Graz in Mankells Stück «Butterfly Blues».
Lucrecia Paco (l.) und Graca Silva spielen 2003 in Graz in Mankells Stück «Butterfly Blues».
Keystone
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Gab es eine Zeit vor Wallander? Eine Zeit ohne den mürrischen Ermittler aus der kleinen südschwedischen Stadt Ystad, in der sich Serienkiller anscheinend bloss deshalb austobten, damit sich auf Kurt Wallanders Stirn noch ein paar Sorgen- und Trauerfalten mehr legen konnten? Schwer vorstellbar. Aber erst 1991 erschien «Mörder ohne Gesicht», da war vom späteren Welterfolg noch nichts zu ahnen. 2010 schloss der Autor mit «Der Feind im Schatten» die Wallander-Saga ab. Er schickte seinen Helden nicht bloss in Pension, sondern auch gleich in die Dämmerung der Demenz.

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