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Nur der Alkohol bot etwas Trost

Nach einer Skiabfahrt bemerkte Max Frisch, dass er die ganze Zeit eine Pfeife im Mund hatte: Eine Notiz zeigt, wie sich der Autor fast 20 Jahre lang mit seiner Angst vor Demenz beschäftigte.

«Das trifft öfter ein, als die anderen es bemerken»: Max Frisch 1979 in Zürich. Foto: Isolde Ohlbaum (Laif)
«Das trifft öfter ein, als die anderen es bemerken»: Max Frisch 1979 in Zürich. Foto: Isolde Ohlbaum (Laif)

«Es reicht noch zur Wahrnehmung seines Zerfalls.» In aufrechten, klar gesetzten Buchstaben steht sie da, die kurze Notiz, die uns durch die Hirnwindungen von Max Frisch rasen lässt. Von «Fehlleistungen» und alltäglichen «Vergesslichkeiten» ist darin die Rede; von Namen und Daten, die ihm nicht mehr einfallen wollen, wie auch dem, was sie bezeichnen und bedeuten. Die Notiz aus dem Nachlass dokumentiert Max Frischs Nachdenken über den «Zerfall des Hirns» – und seine «offene Angst» vor dem, was im klinischen Vokabular Demenz genannt wird.

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