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Muschg schlägt Gauck als Vermittler vor

Wenn es nach dem Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg ginge, sollte der deutsche Bundespräsident im Streit um den Suhrkamp-Verlag die beiden Parteien an einen Tisch bringen.

Wechselte 2009 nach 35 Jahren bei Suhrkamp zu C. H. Beck: Der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg.
Wechselte 2009 nach 35 Jahren bei Suhrkamp zu C. H. Beck: Der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg.
Keystone

Im Streit um den Suhrkamp-Verlag hat der Schweizer Schriftsteller Adolf Muschg den deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck als Vermittler vorgeschlagen. «Ich finde, es wäre keine unpassende Rolle für den heutigen Bundespräsidenten», sagte Muschg. Es brauche eine Instanz, die mit hinlänglicher Autorität ausgestattet sei.

Gauck könnte die Gesellschafter Ulla Unseld-Berkéwicz, Geschäftsführerin des Verlags und Vertreterin der Unseld-Familienstiftung (61 Prozent), und Hans Barlach (39 Prozent) an einen Tisch bitten und wieder miteinander ins Gespräch bringen, erklärte der frühere Suhrkamp-Autor am Freitag im Deutschlandradio Kultur.

Die beiden Gesellschafter versuchen derzeit vor einem Frankfurter Gericht, sich gegenseitig aus dem Verlag auszuschliessen. Auf Antrag Barlachs berief das Landgericht Berlin diese Woche zudem Unseld-Berkéwicz als Geschäftsführerin ab.

Der Streit habe Züge einer antiken Tragödie, sagte Muschg. Eine Fortsetzung der Prozesse wäre ein Todeszeichen für den Verlag. Muschg könnte sich auch jemand anderes vorstellen, «der der Literatur nahesteht, aber nicht verdächtig ist, der einen oder anderen Partei anzugehören, und der sagt, hört mal, hier gilt es, eine Errungenschaft zu richten, jetzt macht mal.»

SDA/lmm

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