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Neues von der «Yupper West Side»

Mit grimmigem Furor gegen die Schwindelwelt der Pixel: Thomas Pynchons 9/11- Roman «Bleeding Edge».

Spätestens seit der von Edward Snowden ausgelösten NSA-Affaire scheint in den USA nichts mehr undenkbar. Foto: Keystone
Spätestens seit der von Edward Snowden ausgelösten NSA-Affaire scheint in den USA nichts mehr undenkbar. Foto: Keystone

«Paranoia ist der Knoblauch in der Küche des Lebens; man kann nie genug davon haben.» Schreibt Thomas Pynchon und füllt seinen neuen Roman «Bleeding Edge» (ein Nerd-Begriff für noch nicht ganz ausgereifte IT-Technik) wieder einmal mit Verschwörungstheorien: völlig abgedrehte (Kinder werden von Geheimdiensten gekidnappt, umgedreht und als militärische Zeitreisende in die Vergangenheit geschickt), populäre (der 11. September war ein Gemeinschaftswerk von Bush-Regierung und Wallstreet) und prophetische. Dass CIA und NSA mit der Spähsoftware «Promis» die globale Kommunikation aushorchen, ist im Lichte von Edward Snowdens Enthüllungen über Prism nicht mehr unvorstellbar.

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