Nietzsche-Preis postum für ungarische Philosophin Agnes Heller

Die Denkerin und Orban-Kritikerin wird für ihr Lebenswerk geehrt. Sie starb am 19. Juli im Alter von 90 Jahren.

Agnes Heller überlebte den Holocaust. Bis kurz vor ihrem Tod kritisierte sie den Antisemitismus in ihrer Heimat Ungarn.

Agnes Heller überlebte den Holocaust. Bis kurz vor ihrem Tod kritisierte sie den Antisemitismus in ihrer Heimat Ungarn. Bild: Keystone

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Die kürzlich gestorbene ungarische Philosophin und Soziologin Agnes Heller erhält für ihr Lebenswerk postum den Internationalen Friedrich-Nietzsche-Preis. Die Holocaust-Überlebende sei eine der bedeutendsten Denkerinnen der Gegenwart gewesen, teilte die Friedrich-Nietzsche-Stiftung am Mittwoch in Naumburg mit.

Heller war der Preis am 7. Juni von der Jury zugesprochen worden. Sechs Wochen später starb sie im Plattensee-Bad Balatonalmadi im Alter von 90 Jahren. Augenzeugen zufolge kehrte sie von einem Bad in dem See am 19. Juli nicht zurück.

Der Preis ist mit 15'000 Euro dotiert, die Verleihung ist für den 19. Oktober in Naumburg vorgesehen. Die Auszeichnung wird seit 2015 alle zwei Jahre von der Friedrich-Nietzsche-Stiftung und der Elisabeth Jenny-Stiftung in der Schweiz in Zusammenarbeit mit der Stadt Naumburg, der Bürgergemeinde Basel sowie der Nietzsche-Gesellschaft verliehen. Geehrt wurden bereits der Schriftsteller Martin Walser (2015) und der Literaturwissenschaftler Wolfram Groddeck (2017). (SDA)

Erstellt: 31.07.2019, 14:58 Uhr

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