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Noch eine Geldstrafe für Rowlings Enthüller

Der für die Enttarnung eines Pseudonyms der britischen «Harry»-Potter-Autorin verantwortliche Anwalt zahlte ihr bereits eine Entschädigung. Nun bittet ihn auch die Aufsichtsbehörde seines Berufsstands zur Kasse.

Schrieb unter dem Pseudonym Robert Galbraith und wurde enttarnt: J.K. Rowling, hier an einer Buchpräsentation Ende 2012.
Schrieb unter dem Pseudonym Robert Galbraith und wurde enttarnt: J.K. Rowling, hier an einer Buchpräsentation Ende 2012.
Keystone

Wie erst jetzt bekannt wurde, verhängte die Solicitor Regulation Authority (SRA) die Strafe bereits Ende November. Tausend Pfund, also rund 1500 Franken, muss der Anwalt zahlen. Zur Begründung hiess es, Chris Gossage habe gegen die SRA-Charta verstossen, indem er «vertrauliche Informationen» über eine Mandantin an Dritte weitergegeben habe.

Gossage, Teilhaber der auf die Unterhaltungsbranche spezialisierten Anwaltskanzlei Russels, hatte seiner Freundin Judith Callegari verraten, dass Rowling unter dem Pseudonym Robert Galbraith den Kriminalroman «The Cuckoo's Calling» geschrieben hatte. Callegari gab diese Information an einen Journalisten der «Sunday Times» weiter, die das Geheimnis im Juli 2013 enthüllte.

Die Soldaten profitierten

Die britische Erfolgsautorin Rowling klagte daraufhin erfolgreich gegen die Russels-Kanzlei. Diese erklärte sich auf Rowlings Wunsch zur Zahlung einer hohen Entschädigung an eine Organisation zur Unterstützung von Soldaten und ihren Familien namens Soldiers' Charity bereit.

Die Multimillionärin Rowling begründete dies unter anderem damit, dass Soldaten ihr bei der Recherche für den Krimi über einen Veteranen des Afghanistan-Krieges und späteren Detektiv geholfen hätten. Zur Höhe der Entschädigungszahlung wurden keine Angaben gemacht.

Von der gebundenen Ausgabe des Krimis waren vor der Enttarnung der wahren Autorin trotz positiver Kritiken gerade einmal 1500 Exemplare verkauft worden. Danach stiegen die Verkaufszahlen schlagartig an.

SDA

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