«Ohne Henning Mankell wäre der Krimi, wie wir ihn heute kennen, undenkbar»

Die Literaturkritikerin Luzia Stettler sagt, Henning Mankell habe das Krimi-Genre revolutioniert. Ereignisse zum Starautor in Bild und Ton.

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«Ohne Henning Mankell hätte es Stig Larsson nie gegeben», sagt die Literaturkritikerin Luzia Stettler in der Sendung «Rendez vous» auf SRF 2 Kultur. Überhaupt sei der Krimi, wie wir ihn heute kennen, ohne Mankell undenkbar. Über seine Bücher habe er in pionierhafter Manier der schwedischen Gesellschaft einen Spiegel vorgehalten, den Finger auf Missstände und Bürokratiefilz gelegt, so Stettler.

Sendung: «Rendez vous», 5.10.2015, 12.30 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

«Ich schwöre, das ist mein letzter Wallander-Roman»

Der letzte Wallander-Roman, «Der Feind im Schatten», erschien nach einer längeren Pause im Jahr 2010. Im Interview erklärt Mankell, was ihn dazu gebracht hat, doch nochmals einen Wallander zu veröffentlichen.

Russische U-Boote und die schwedische Marine: Henning Mankell spricht im Interview über die Beweggründe für seinen letzten Wallander. Video: Youtube/HanserVerlag

Kurz vor einer europaweiten Publicity-Tour für seinen letzten Wallander nahm der Starautor an einer heiklen Aktion teil: Der überzeugte Sozialist war ein politischer Mensch. Er war als Passagier einer Gaza-Hilfsflotte unterwegs, als israelische Soldaten das Schiff mit einem blutigen Einsatz stoppten. Neun Menschen starben. Anstatt die Seeblockade gegen die Hamas zu durchbrechen, landete Mankell in der Folge des Angriffs in israelischem Gewahrsam. Zurück in Berlin nimmt er vor Journalisten Stellung. Verschiedene Medien kritisierten seine Teilnahme als naiv.

«Sie hätten uns manövrierunfähig machen können»: Henning Mankell über die Intervention gegen die Aktion «Ship to Gaza». Video: Youtube/spiegeltv (STEP)

Erstellt: 05.10.2015, 16:02 Uhr

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