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Politisch, aber nicht überpolitisiert

Elif Shafak hat mit «Ehre» einen Roman über Kulturkonflikte geschrieben. Am Dienstag liest sie in Zürich.

Elif Shafak schreibt mit einer Fabulierlust, die in der 1001. Nacht gezeugt worden sein könnte. Foto: David Levenson (Getty Images)
Elif Shafak schreibt mit einer Fabulierlust, die in der 1001. Nacht gezeugt worden sein könnte. Foto: David Levenson (Getty Images)

Drinnen herrschte Kuschelstimmung, draussen Krawall. Als Elif Shafak 2006 im Spital ihr erstes Kind zur Welt brachte, machte gerade ihr Prozess wegen «Beleidigung des Türkentums» Schlagzeilen, nach Artikel 301 des türkischen Strafgesetzbuchs. Zur Anklage hatte geführt, wie ihr Roman «Der Bastard von Istanbul» die Armenier-Frage thematisiert. Am Rand des Prozesses bespuckten und verbrannten Nationalisten öffentlich ein Porträt der Autorin; aber das Gericht sprach Elif Shafak frei.

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