Zum Hauptinhalt springen

Ruhe herrscht nur im Finnland-Pavillon

Wortkarge Nordländer: Finnland ist das diesjährige Gastland an der Frankfurter Buchmesse. Sein Auftritt kommt ganz nach gängigem Klischee daher.

Martin Ebel
Der finnische Pavillon an der Frankfurter Buchmesse (7. Oktober 2014).
Der finnische Pavillon an der Frankfurter Buchmesse (7. Oktober 2014).
Keystone
1 / 3

Die Klischees über Finnen stimmen alle nicht. Sie sind nämlich noch untertrieben. Reden sie nicht gern? Doch, aber sie sagen viel mit wenig Worten. Wie, das erläutert Roman Schatz, seit 28 Jahren in Finnland lebender deutscher Autor, Übersetzer, Vermittler, so etwas wie das deutsche Gesicht des Gastlandauftrittes, von dem auch das Motto «Finnland. Cool» stammt. Wenn zwei Finnen sich treffen, kommt ihr Dialog mit genau vier Worten aus. Frei übersetzt: «Und, Kerl?» – «So halt.» Darin, so Schatz, seien längere Ausführungen über beider gegenwärtiges und vergangenes Leben enthalten, ihre Befindlichkeit, ihre Einstellung zum Leben und vieles mehr. Small Talk brauchen die Nordländer nicht, in ihrem Mikrotalk ist alles drin.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen