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Simple Rezepte, schweres Unrecht

Extreme Ideen haben Europa im 20. Jahrhundert zur Hölle auf Erden gemacht. Der Philosoph Peter Sloterdijk plädiert in seinem neuen Buch für mehr Leichtigkeit.

Revolutionäre wie Stalin als «gute Verbrecher» zu sehen, ist zu einfach, sagt Peter Sloterdijk. Foto: AKG
Revolutionäre wie Stalin als «gute Verbrecher» zu sehen, ist zu einfach, sagt Peter Sloterdijk. Foto: AKG

«Was geschah im 20. Jahrhundert?» Der Titel des neuen Buchs von Peter Sloterdijk führt leicht in die Irre. Es ist nicht etwa so, dass der Philosoph unter die Historiker gegangen ist oder auf einmal von einem positivistischen Windstoss erfasst wurde. Es geht in dem titelgebenden Essay – einem von zwölf Aufsätzen zu verschiedenen Themen – nicht um das Aufzählen dessen, was im letzten Jahrhundert passiert ist, sondern um die philosophische Frage, wie das, was geschah, hat geschehen können. Die Aufgabe, hinter den realen Ereignissen die wahren Motive und Beweggründe aufzuspüren, ist ganz nach dem Geschmack des berühmten Philosophen.

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