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«Spionage wird ein Riesengeschäft werden»

Marshall McLuhan sah in den Sechzigerjahren voraus, wie wir per Internet und Social Media kommunizieren werden. Jetzt sind neue Tapes aufgetaucht, in denen er unheimlich präzise Visionen formuliert.

Popstar der Intellektuellen: Der Medientheoretiker Marshall McLuhan erholt sich in seinem Büro (1968).
Popstar der Intellektuellen: Der Medientheoretiker Marshall McLuhan erholt sich in seinem Büro (1968).
Keystone
McLuhans Haltung: Man muss die Gegenwart genau beobachten, um die Zukunft zu kennen.
McLuhans Haltung: Man muss die Gegenwart genau beobachten, um die Zukunft zu kennen.
Keystone
Und noch so ein McLuhan-Satz, der hängenbleibt: «Wir gestalten unsere Geräte, und dann gestalten die Geräte uns.»
Und noch so ein McLuhan-Satz, der hängenbleibt: «Wir gestalten unsere Geräte, und dann gestalten die Geräte uns.»
Keystone
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Ein Popstar der Intellektuellen war Medientheoretiker Marshall McLuhan bereits in den Sechzigerjahren. Sein Bonmot «Das Medium ist die Botschaft» war damals schon zur geläufigen Phrase geworden. Politiker und Schauspieler wollten sich mit ihm ablichten lassen, er war auf den Titelblättern von «Newsweek» und «Times» zu sehen. McLuhan war chic, obschon seine Zeitgenossen kaum wissen konnten, wie visionär seine Arbeit war. Er selber sprach immer davon, dass nur die Gegenwart genau beobachten müsse, wer die Zukunft kennen wolle, und brauchte dafür die Metapher der DEW Line, der Distant Early Warning Line, situiert in der kanadischen Arktis, ein Frühwarnsystem für allfällige sowjetische Angriffe. «Ich denke an die DEW Line, auf die man sich immer verlassen kann, um der alten Kultur mitzuteilen, was mit ihr geschehen wird.»

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